Klitzke erlöst VfB im Pokal
2. Runde Sachsenpokal
Am 06.09.2026 war es so weit. Unser VfB stieg beim SSV Fortschritt Lichtenstein in den Pokalwettbewerb ein. Für den SSV war es ebenfalls das erste Mitwirken im diesjährigen Sachsenpokal, da beide Mannschaften in der 1. Runde das Glück eines Freiloses genossen. Vor einer Kulisse von 164 Zuschauern pfiff Schiedsrichter Paul Michael Sachse bei spätsommerlichen Temperaturen pünktlich um 15:00 Uhr an.
Wer den VfB kennt, der weiß, dass es meist keine langen Abtastphasen im Spiel gibt. So wurde es auch diesmal bereits in der 2. Minute gefährlich. Nach einer Eingabe schloss Rico Bär per Seitfallzieher knapp übers VfB Gehäuse ab. In der 4. Spielminute war es dann Gehrmann, der per Heber den hochstehenden Sander überwand. Vorausgegangen war ein missratener Rückpass auf Grabowski. Der von Schmiedl provozierte Befreiungsschlag des Keepers landete hinter der Abwehr des VfB und wurde zum direkten Assist. In der 7. Minute sorgte ein verunglückter Pass von Sander in die Füße von Gehrmann abermals für höchste Gefahr. Nach 10 Minuten hatte sich auch der letzte VfB Kicker an das Geläuf in Lichtenstein gewöhnt und man kam in den folgenden Minuten etwas besser ins Spiel. Breitfeld hatte in der 12. Minute die erste Chance für die Blau-Gelben. Von Schmiedl bedient, scheitert Breitfeld knapp von halblinker Position. Jedoch brauchte es einen weiteren Wachrüttler für die Annaberger. Nach einem Abseitstor des SSV Fortschritt Lichtenstein in der 20. Minute war man endlich auf Betriebstemperatur und konnte fortan deutlich mehr Zweikämpfe für sich entscheiden. Nach 22 Minuten war es der spätere Matchwinner Klitzke, der einen Querpass abfing. Der Abschluss konnte zwar noch geblockt werden, aber die daraus resultierende Ecke brachte das 1:1 für den VfB. Der Eckball wurde von Görner mit Schnitt auf den zweiten Pfosten gebracht. Durch cleveres Freiblocken konnte Lang unbedrängt einköpfen. Der SSV agierte weiterhin mit Bällen in die Tiefe, während der VfB auf eine Mischung aus Kurz- und Langpassspiel setzte. In den darauffolgenden Minuten waren echte Torchancen Mangelware. Man egalisierte sich und somit pfiff Schiedsrichter Sachse nach 45 Minuten zum Pausengetränk.
Besser erholt kam der VfB aus der Pause. Man konnte in den ersten 10 Minuten der zweiten Halbzeit eine Vielzahl an Abschlüssen, wenn auch meist aus der zweiten Reihe, verbuchen. In der 57. Minute war es jedoch der SSV der in Führung ging. Nach einer verunglückten Abwehraktion spielte Gehrmann geistesgegenwärtig einen Chip-Ball diagonal hinter Haase. Wilczynski nahm den Ball an und konnte Sander im 1 gegen 1 überwinden. In der 60. Minute kam Effenberger für Görner, in der 70. Minute Hofmann für Haase und T. Meyer für V. Meyer. Die Wechsel brachten nochmals Schwung in die Partie des VfB. Sichtlich unbeeindruckt vom Rückstand drängte man weiterhin auf die Antwort. Diese hatte Breitfeld in der 79. Minute parat. Nachdem Hofmann auf den umtriebigen Lang durchsteckte, löffelte dieser den Ball in den 5 Meter Raum auf Breitfeld. Wenige Meter vor dem Tor ließ sich Vale die Chance natürlich nicht entgehen und köpfte ein. In der 80. Minute schwächte sich der SSV dann selbst. Nach einem tiefen Ball in die Hälfte der Lichtensteiner war es Ebersbach, der mit seiner Grätsche keinerlei Ball, sondern viel Knie von Hofmann traf. Die rote Karte an dieser Stelle durchaus berechtigt. Somit ging es mit einem 2:2, aber in Überzahl in die Crunch-Time. Das hoffen auf einen Lucky Punch wurde mit andauernder Spielzeit immer größer. Nur wenige Akteure hatten augenscheinlich Lust auf 30 Extraminuten. Und so war es Klitzke der den Wunsch erhörte. Der Ballvirtuose erhielt einen Pass auf der linken Außenbahn und was darauffolgte, war wie ein Ausschnitt aus einem Highlight-Clip von Maradona selbst. Mit enger Ballführung ließ Klitzke 5 Gegner wie Slalomstangen stehen und tauchte vor Grabowski auf. In gewohnter Manier und kalt wie eine Hundeschnauze vollstreckt Devon zum Vielumjubelten 3:2 für den VfB. In den letzten 120 Sekunden kam der SSV nochmals zu einem Eckball. Dieser konnte jedoch geklärt werden und folglich war Schluss!
Am Ende konnte man durch Fitness, Moral und Klitzke den Einzug in die 3. Runde des Sachsenpokals mit den mitgereisten Fans bejubeln. Wie die Auslosung ergab, wird am 4. Oktober der Radefelder SV 90 aus der Sachsenklasse Nord auf dem Kurt-Löser-Sportplatz zu Gast sein.
Bis dahin stehen jedoch noch 3 wichtige und schwierige Heimspiele gegen Stollberg, Treuen und abermals Lichtenstein auf dem Programm.
Und so heißt es wieder für den VfB: Weiter, immer weiter!

















