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Spielbericht der 2. Mannschaft

Kantersieg im ersten Heimspiel

2. Spieltag

 

Was als zäher Sonntagsausflug begann, endete für die Gäste vom BSV Eintracht Zschopautal in einer handfesten Abreibung. Dabei sah es zu Beginn gar nicht so rosig aus: Zschopautal lief hoch an und setzte Annaberg gehörig unter Druck. Selbst VfB-Keeper Tim Wetzel sorgte kurz für Schnappatmung, als er nach einem unglücklichen Ballkontakt, die Kugel erst im zweiten Anlauf weiterspielte – Andre Thiel schaute dem munteren Treiben zuerst hoffnungsvoll aber dann doch vergeblich zu.

Nachdem dieser kurze Herzkasper überstanden war, nahm der Annaberg- Express jedoch richtig Fahrt auf. Franz Körner ballerte erst aus 20 Metern knapp am Ziel vorbei (20.) und scheiterte wenig später, nach einem feinen Rossa-Lupfer am Abwehrbollwerk der Gäste (26.). In der 33. Minute war der Bann dann gebrochen: Nach einer scharfen Ecke von Justin Fritzsche entstand am kurzen Pfosten ein wildes Gewusel, in dem Leon Hofmann am schnellsten schaltete und das Spielgerät irgendwie über die Linie stocherte – 1:0!

Damit war der Knoten geplatzt und der VfB II entwickelte richtig Appetit auf mehr. Erst nutzte Leon Schreiter nach feiner Vorarbeit von Franz Rossa und Leon Hofmann einen Torwart-Abpraller eiskalt zum 2:0 (39.), ehe Leon nur 60 Sekunden später von Don Günther auf die Reise geschickt wurde und eiskalt zum 3:0 Pausentee einnetzte (40.). Drei Tore binnen sieben Minuten – da schmeckt die Halbzeitbrause!

Sollte es bei den Gästefans die Hoffnung gegeben haben, Annaberg würde im zweiten Durchgang einen Gang zurückschalten, wurde diese schnell enttäuscht. Bereits in der 50. Minute kombinierten sich Don Günther und Leon Schreiter per doppelter Kopfball-Stafette durch die Reihen, ehe Don das Leder kompromisslos zum 4:0 ins Netz nickte.

Danach glich die Partie eher einem Trainingsspiel: Zschopautal spielte einen verhängnisvollen Rückpass direkt in die Füße von Franz Rossa, der sich höflich bedankte und entspannt zum 5:0 einschob. Den absoluten Höhepunkt, hob sich die Truppe für das letzte Tor auf: Franz Körner wurde von Justin Fritzsche freigespielt, marschiert völlig unbedrängt auf den Keeper zu, ließ diesen mit einer eleganten Körpertäuschung „im Regen stehen“ und schob entspannt ein. Das Kuriosum dabei: Er traf mit rechts – also jenem Fuß, der bei ihm eigentlich nur zum Stehen gedacht ist – Klasse und weiter so!

Dass in der Schlussphase noch die eine oder andere Großchance liegengelassen wurde, störte am Ende niemanden mehr. Der VfB Annaberg 09 II schickte den BSV Zschopautal mit einem halben Dutzend zurück nach Wiesa und feiert einen völlig verdienten Kanter- und Derbysieg.

 

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